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Philip Kovce fordert differenzierte Betrachtung im Umgang mit Rudolf Steiner

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Philip Kovce fordert differenzierte Betrachtung im Umgang mit Rudolf Steiner

Nur wenige Personen polarisieren so stark wie Rudolf Steiner. Kritiker werfen ihm Rassismus vor, außerdem wollen sie ein problematisches Verhältnis zur Demokratie bei Steiners Anhängern – den Anthroposophen – sehen.

Philip Kovce, der Teil des Leitungsteams des Rudolf-Steiner-Archivs ist, betont hierzu, dass Anthroposophie keine kanonische Lehre sei. Steiners Anspruch sei es vielmehr gewesen, eine empirische Geisteswissenschaft zu entwickeln – ähnlich zu den Naturwissenschaften.

Kovce merkt aber auch an, dass die geistige Welt viel weniger Feedback liefere, wenn man einen Fehler begehe. Die materielle Welt korrigiere Fehler, bspw. bei einem wissenschaftlichen Experiment, viel schneller. Daher sei mit Steiner keine seichte Wellness-Esoterik zu haben. Vielmehr folge aus Steiners Denken eine Aufforderung zum Üben.

Steiner’s Kritiker weisen oft auf die rassistischen Aussagen in seinem Werk hin. Dazu sagt Kovce, dass sich diese Stellen bereits mit anderen Aussagen von Steiner selbst kritisieren ließen. Den Herausgeber von Steiners Texten sei es ein Anliegen qualitative hochwertige Textgrundlagen herauszugeben.

Das vollständige Interview kann hier abgerufen werden: Philip Kovce: „Wer seichte Wellness-Esoterik will, ist bei Rudolf Steiner falsch“ | ZEIT ONLINE

Das Haus Duldeck, geplant von Rudolf Steiner und seit 2002 Sitz des Rudolf-Steiner-Archivs, wo Steiners Werk kritisch untersucht wird.
Philip Kovce ist Teil der Leitung des Rudolf-Steiner-Archivs, welches seit 2002 im von Rudolf Steiner geplanten Haus Duldeck (Bild) residiert. Dort setzt man sich kritisch mit Steiners Werk auseinander. (Foto: Roland Halfen / Rudolf-Steiner-Archiv)

Nur wenige Personen polarisieren so stark wie Rudolf Steiner. Kritiker werfen ihm Rassismus vor, außerdem wollen sie ein problematisches Verhältnis zur Demokratie bei Steiners Anhängern – den Anthroposophen – sehen.

Philip Kovce, der Teil des Leitungsteams des Rudolf-Steiner-Archivs ist, betont hierzu, dass Anthroposophie keine kanonische Lehre sei. Steiners Anspruch sei es vielmehr gewesen, eine empirische Geisteswissenschaft zu entwickeln – ähnlich zu den Naturwissenschaften.

Kovce merkt aber auch an, dass die geistige Welt viel weniger Feedback liefere, wenn man einen Fehler begehe. Die materielle Welt korrigiere Fehler, bspw. bei einem wissenschaftlichen Experiment, viel schneller. Daher sei mit Steiner keine seichte Wellness-Esoterik zu haben. Vielmehr folge aus Steiners Denken eine Aufforderung zum Üben.

Steiner’s Kritiker weisen oft auf die rassistischen Aussagen in seinem Werk hin. Dazu sagt Kovce, dass sich diese Stellen bereits mit anderen Aussagen von Steiner selbst kritisieren ließen. Den Herausgeber von Steiners Texten sei es ein Anliegen qualitative hochwertige Textgrundlagen herauszugeben.

Das vollständige Interview kann hier abgerufen werden: Philip Kovce: „Wer seichte Wellness-Esoterik will, ist bei Rudolf Steiner falsch“ | ZEIT ONLINE

Das Haus Duldeck, geplant von Rudolf Steiner und seit 2002 Sitz des Rudolf-Steiner-Archivs, wo Steiners Werk kritisch untersucht wird.
Philip Kovce ist Teil der Leitung des Rudolf-Steiner-Archivs, welches seit 2002 im von Rudolf Steiner geplanten Haus Duldeck (Bild) residiert. Dort setzt man sich kritisch mit Steiners Werk auseinander. (Foto: Roland Halfen / Rudolf-Steiner-Archiv)